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Unternehmen brauchen nicht mehr, sondern zielgerichtete Change-Kommunikation

Unternehmen brauchen nicht mehr, sondern zielgerichtete Change-Kommunikation
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Präsentationsunterlagen verfügbar
Mitschrift verfügbar
Der Vortrag beleuchtet die zentrale Rolle der zielgerichteten Change-Kommunikation in Unternehmen und betont die Notwendigkeit, Kommunikationsstrategien an digitale Herausforderungen und die Bedürfnisse der Mitarbeitenden anzupassen.

Ulrike Germann, Expertin für Employee Experience Communications & Engagement Solutions bei Willis Towers Watson, erörtert in ihrem Vortrag die kritische Rolle der zielgerichteten Change-Kommunikation in Unternehmen. Sie betont, dass effektive Kommunikation das Fundament für die Gestaltung und Führung von Organisationskultur darstellt und essentiell für den Erfolg von Veränderungsprozessen ist. Germann unterstreicht, dass bis zu 80% eines Change-Prozesses aus Kommunikationsmaßnahmen bestehen und eine übermäßige Informationsflut dazu führen kann, dass relevante Inhalte von den Mitarbeitenden übersehen werden. Daher plädiert sie für eine dosierte und zielgruppenorientierte Informationsverteilung, um die Effektivität der Kommunikation zu maximieren und Überflutung zu vermeiden.

Darüber hinaus stellt Ulrike Germann das Konzept der "Communicative Organization" vor, das auf Forschungen von Harvard und der Lund University basiert. Dieses Modell zielt darauf ab, Wissensmanagement zu zentralisieren und Silos innerhalb von Unternehmen aufzubrechen, indem Informationen für alle Mitarbeitenden transparent und zugänglich gemacht werden. Die Einführung des SYNCO-Tools, ein System zur Zentralisierung der Kommunikation, wird als Lösung präsentiert, um die Kommunikationsbelastung zu reduzieren und gleichzeitig die Relevanz der Inhalte zu gewährleisten. Germann argumentiert, dass eine solche strukturierte und fokussierte Kommunikationsstrategie nicht nur die Mitarbeiterbindung und -motivation verbessert, sondern auch eine effiziente und zielgerichtete Umsetzung von Unternehmenszielen ermöglicht.

Kernthemen:

  • Kommunikation bildet das Herzstück einer Organisation und ist entscheidend für die Gestaltung von Kultur und die Führung von Mitarbeitenden.
  • In Change-Prozessen besteht die Hauptaufgabe zu 80 Prozent aus Kommunikation, wobei es wichtig ist, Mitarbeitende aktiv zu informieren und in den Prozess einzubinden.
  • Die digitale Informationsflut kann dazu führen, dass wichtige Inhalte von den Mitarbeitenden übersehen werden, daher muss auf eine dosierte und relevante Kommunikation geachtet werden.
  • Die Grenzen zwischen interner und externer Kommunikation verschwimmen, was durch den aktiven Einsatz öffentlicher Plattformen wie LinkedIn durch Führungskräfte verstärkt wird.
  • Das Modell der "Communicative Organization" fördert ein zentralisiertes Wissensmanagement und die Transparenz von Informationen, um Silos aufzubrechen und die Kollaboration zu verbessern.
  • Das SYNCO-Tool unterstützt Unternehmen dabei, Kommunikation zu zentralisieren und die Kommunikationsbelastung zu reduzieren, während es gleichzeitig die Relevanz der Inhalte sicherstellt.
  • Eine effektive Change-Kommunikation basiert auf vier Säulen: Erklärung des Grundes und Ziels der Veränderung, Transparentmachen des Prozessfortschritts, Zulassen von Interaktion und Feedback sowie kontinuierliche Darstellung der Auswirkungen des Wandels.

Unternehmen müssen verstehen, dass Change-Kommunikation nicht nur eine einmalige Maßnahme ist, sondern kontinuierlich und zielgerichtet stattfinden sollte. - Ulrike Germann

Der Fokus bei der Kommunikation von Veränderungen sollte darauf liegen, die Mitarbeitenden mitzunehmen, ihnen die Angst zu nehmen und sie zur Akzeptanz des Wandels zu bewegen. - Ulrike Germann

Es ist entscheidend, dass die Change-Kommunikation auf die individuellen Bedürfnisse und Wahrnehmungen der Mitarbeitenden eingeht, um eine erfolgreiche Umsetzung von Veränderungen zu gewährleisten. - Ulrike Germann

  • Bedeutung der Kommunikation: Kommunikation ist zentral für die Gestaltung von Kultur, Führung und Mitarbeiterbindung in Organisationen.
  • Kommunikationsanteil in Change-Prozessen: Bis zu 80 Prozent eines Changeprozesses bestehen aus Kommunikationsaktivitäten.
  • Herausforderungen digitaler Überflutung: In einer digital überfluteten Welt müssen Unternehmen darauf achten, dass die Kommunikation relevant und dosiert ist, um Informationsüberlastung zu vermeiden.
  • Personalisierte Kommunikation: Die Notwendigkeit, Kommunikation auf die spezifischen Bedürfnisse und Präferenzen der Zielgruppen abzustimmen.
  • Interne und externe Kommunikationsverschmelzung: Die Grenzen zwischen interner und externer Kommunikation verschwimmen zunehmend, teilweise durch die Nutzung öffentlicher Plattformen wie LinkedIn durch Führungskräfte.
  • Communicative Organization: Ein Organisationsmodell, das auf transparentem und zentralisiertem Informationsaustausch basiert, um Wissensmanagement zu verbessern und Silos aufzubrechen.
  • SYNCO-Tool: Ein Werkzeug für zentralisiertes Wissensmanagement, das die Effizienz der internen Kommunikation steigert und die Kommunikationsbelastung minimiert.
  • Vier Säulen der Change-Kommunikation: Grund und Ziel der Veränderung erklären. Transparent über den Prozessfortschritt informieren. Interaktion und Feedback ermöglichen. Auswirkungen des Wandels kontinuierlich darstellen.
  • Grund und Ziel der Veränderung erklären.
  • Transparent über den Prozessfortschritt informieren.
  • Interaktion und Feedback ermöglichen.
  • Auswirkungen des Wandels kontinuierlich darstellen.

Der Beitrag von Ulrike Germann thematisiert die Rolle von Kommunikation als entscheidenden Hebel für wirksames Employee Engagement in Zeiten komplexer Veränderungsdynamiken. Unter dem Titel „Unternehmen brauchen nicht mehr, sondern zielgerichtete Change-Kommunikation“ stellt sie die These auf, dass nicht die Menge, sondern die Relevanz und Personalisierung von Informationen über den Erfolg von Transformationsprozessen entscheiden. Dabei nimmt sie insbesondere die Kommunikationsbedarfe in Veränderungsvorgängen in den Blick und positioniert Kommunikation als integralen Bestandteil von Führung, Kulturarbeit und Mitarbeitendenbindung.

Mit ihrem Fokus auf menschenzentrierte, authentische und dialogorientierte Kommunikation liefert Germann konkrete Antworten auf zentrale Herausforderungen der Change-Kommunikation: Wie gelingt es, in einer digitalen Arbeitswelt trotz Informationsflut Nähe, Orientierung und Motivation zu schaffen? Welche Kommunikationsformate und Führungsimpulse fördern die aktive Einbindung der Mitarbeitenden? Und wie gelingt es, die Vielfalt von Perspektiven zu adressieren, ohne in Komplexität zu verlieren? Der Beitrag unterstreicht, dass zielgerichtete Change-Kommunikation nicht nur Transformationsprozesse unterstützt, sondern auch zur Stärkung von Vertrauen, Identifikation und Leistungsbereitschaft beiträgt.

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